Wandern – Was ist das eigentlich?

Etwas provokant gefragt – Wandern – Was ist das eigentlich?

Hey, was gibt es besseres und schöneres, als die Natur auf zwei Beinen oder auch mit dem Rollstuhl zu erkunden? Wandern – Was ist das eigentlich?

Und dabei sind Wanderungen so oder so, so herrlich unkompliziert und ohne Verpflichtungen anderen gegenüber zu starten. Man braucht im Prinzip nur sich selber, schöner wird es selbstredend, wenn man in Gesellschaft ist. Ob ein leichter Spaziergang am Nachmittag durch die flache Ebene oder eine körperlich anspruchsvolle Wandertour im alpinen Gelände – man entdeckt Flüsse, Seen, Küsten, Strände, Hügel, Berge, Wälder, Moore, Städte und vieles mehr, wenn man die Sinne schärft und zulässt, dass diese mit den gewonnenen Eindrücken gefüttert werden, steht dem Freizeiterlebnis kein Hindernis gegenüber. Wandern ist zurzeit in vieler Mund und wächst mehr und mehr in seiner Beliebtheit.

Walk on with hope in your heart!

So fing der Übermittlung nach alles an  – Wandern – Was ist das eigentlich?

Als der Italiener Francesco Petrarca zusammen mit seinem Bruder den 1912 m hohen Mont Ventoux im Jahre 1336 bestieg, schien alles klar für die Geschichtsbücher, die Geburtsstunde des heutigen beliebten Breitensports hatte geschlagen und entwicklete sich rasant.

Damals wanderte man, um Distanzen zu überbrücken, einfach gesagt, man wollte von Punkt A nach Punkt B kommen aus Ermanglung an logistischen Alternativen, ging man einfach los ohne sich viele Gedanken darüber zu machen. Mittlerweile ist das Wandern eine Freizeitbeschäftignung mit gutem Hintergrund geworden, viele Menschen brauchen diesen Ausgleich zum stressigen Alltag in Job und Gesellschaft, um einen erlebbaren Gegenpol zu erfahren.

Zahlreiche Wanderwege sind in Deutschland vorzufinden, von der Nordseeküste bis hinauf zu den steilsten und höchsten Gipfeln der bayrischen Alpen und darüber hinaus in Österreich, Schweiz, Südtirol, um nur die deutschsprachigen Gebiete zu nennen.

Jahr für Jahr sollen bis zu 20 Millionen aktive Wanderer und Naturfreunde auf den Wanderwegen und auf Trekkingtouren ihren Ausgleich suchen und finden.

Wo kann man wandern?

Das ist leicht zu beantworten, einfach überall! In Deutschland hast du die zahlreichen Steige und im deutschsprachigen, viele tolle gute Wanderwege, die gut zu begehen sind. Selbstredend sollte dabei sein, die allgemeine Achtsamkeit mitzubringen, die Umwelt zu schonen, in der du dich bewegst.

Wandern - Was ist das eigentlich?

Wandern – Was ist das eigentlich?

So wanderst du richtig und sicher

Gerade zu Beginn solltest du dich nicht überschätzen. Die erste Wanderung in den Bergen, sollte nicht gleich mit einer Tagestour beginnen, bewege dich langsam und achtsam an das Thema Wandern heran und gehe nicht drüber, deinen Körper solltest genügend Zeit geben und richtig einschätzen, die Bewegungen bei Aufstiegen und Abstiegen sind ungewohnt und zeitweise auch kraftraubend. Habe Spaß beim Wandern und traue dir Stück für Stück mehr zu, es muss ja nicht gleich ein Aufstieg von über 1000 Meter sein. Wenn du mit einer dreistündigen Wandertour startest und du vorher nicht viel Bewegung erfahren hast, sollte das für die erste Aktion reichen.

Für ruhiges und entspanntes Wandern in der Flachebene benötigt ein gesunder Mensch eine gewisse Grundkondition, solltest du außer Atem kommen, gehe nicht drüber, suche dir einen Punkt der Ruhe und entspanne deinen Körper und beruhige deinen Geist.

Bei längeren Touren solltest du konditionell besser vorbereitet sein. Gerade im alpinen Gelände kannst du dich schnell in Gefahr begeben, dort oben wird dein Körper mehr beansprucht als in der norddeutschen Flachebene, wo du gefühlt von Oldenburg aus bis an die Nordseeküste gucken kannst, wenn du dir einen etwas erhöhten Stand suchst. In alpinen Regionen werden unbedingt Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und eine gute Ausdauer abgerufen. Nicht zu verachten ist das Gepäck, welches auf deinem Rücken mitgetragen wird.

Wenn du unerfahren bist und vielleicht mit Vorerkrankungen zu kämpfen hast und du eine längere anstrengende Wanderung unternehmen möchtest, solltest du unbedingt deinen Gesundheitszustand vor dem Start von deinem Arzt checken lassen, nicht das du dich übernimmst und in bergigen Regionen Hilfe erfahren musst.

Im alpinen Gelände ist es wichtig, im Voraus über die Wetterbedingungen auf der Strecke zu informieren. Gewitter und Stürme können Wanderern schnell zum Verhängnis werden, prüfe dich selbst und die Lage und du wirst entspannt wandern können. Unterschätze niemals die Natur in den Bergen, es kann zu schnellen und heftigen Wetterumschwüngen kommen.

Wandere in Begleitung, um den Spaßfaktor zu heben, nebenbei es ist auch sicherer, nicht alleine unterwegs auf Wanderung zu sein. Wenn du trotzdem alleine wanderst, gebe deinen Nächsten und Personen in deinem Umfeld eine Nachricht ab, dies dient zur eigenen Sicherheit. Wenn du z. B. in den Alpen auf einer Fernwanderung unterwegs bist, geben den Hüttenwirten eine Nachricht des nächsten Ziels mit, wenn du nicht bei der nächsten Hütten ankommen solltest, ist Hilfe leichter planbar.

Grundsätzlich solltest du den nötigen Respekt mitbringen und nicht überschätzen und Situationen beim Wandern, egal wo du wanderst in Ruhe einschätzen und dich langsam und sicher an die Gegebenheit heran bewegen und diese entspannt lösen.

Wandern wird ausgezeichnet – So heißen die bekannten Gütesiegel

Mittlerweile gibt es eine große Anzahl an gut markierten Wanderwegen und es werden zunehmend mehr Wanderwege erschaffen bzw. mit Siegeln ausgestattet, wenn die jeweilige Region darauf Wert legt. Es werden Kriterien zu Beschaffenheit, Streckenführung, Kennzeichnung, landschaftlicher und kultureller Sehenswürdigkeiten und Abwechslungsreichtum mit in die Bewertung einbezogen.

Gütesiegel werden in Deutschland unter anderem vom Deutschen Wanderinstitut über 34 unterschiedliche Kriterien verliehen und hat eine Gültigkeit von drei Jahren. Das Deutsche Wandersiegel ist bekannt für Premiumwege in Deutschland.

Der Deutsche Wanderverband verleiht das Gütesiegel Qualitätsweg Wanderbares Deutschland, zu dem neun Basiskriterien und 23 Wahlkriterien bewertet werden. Gültigkeit des Siegels drei Jahre.

Das österreichische Siegel ist das Wandergütesiegel, in der Schweiz heißt die Auszeichnung für Wanderwege Prix Rando. Diese Organisation wählt vor allem originelle, innovative und qualitativ hochwertige Wanderwege und kürt diese.

Wandern - Was ist das eigentlich?

Wandern – Was ist das eigentlich?

Diese Vorteile bringt dir die Aktivität Wandern

Gesundheitliche Vorteile des Wanderns

Stärkung des Herzens:

Über das Wandern wird das Herz gestärkt. Die gemäßigte Bewegung Per Pedes lässt deine Herzschläge regelmäßiger im Takt schlagen, darüber gelangt mehr sauerstoffangereichertes Blut durch deinen Organismus. Praktisch gesehen ist das eine Optimierung der Fließeigenschaften deines Bluts, so werden Blutgerinnsel vorgebeugt, selbstverständlich ist das keine Garantie, wenn dein sonstiger Lebenswandel dagegen spricht.

Dein Blutfettspiegel wird reguliert: 

Dein Cholesterinspiegel wird beim Wandern gesenkt. Dadurch, darüber wird das schlechte LDL-Cholesterin reduziert und das gute HDL-Cholesterin gesteigert, die Senkung des Risikos für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wird gefördert.

Blutdrucksenkung: 

Wenn du regelmäßig wanderst, senkt sich dein Blutdruck, was sich wiederum gut auf deine Gefäße auswirkt. Entspannter Leben und genießen wäre der Effekt.

Deine Lunge wird stärker: 

Das gleichmäßige und intensive Atmen beim Wandern versorgt deine Lunge mit frischer Luft und erhöht dadurch die Atemkapazität und dein Leistungsvermögen für kommende größere und längere Wanderungen.

Starke Knochen:

Regelmäßiges Wandern verstärkt den Aufbauprozess deiner Knochen und reduziert den Abbau von Knochenmasse, so wird der Gefahr von Osteoporose vorgebeugt.

Dein Stoffwechsel wird angeregt:

Die wechselnden Temperaturen beim Wandern, Wind und Wetter lassen die Haut widerstandsfähiger werden. Zudem regt Wandern und die darüber gewonnene Bewegung des gesamten Körpers, die Verdauung an und dämpft den Appetit. Achtung, den Heißhunger nach der Wanderung gilt es manchmal einzugrenzen. Dein Körper möchte die verbrannte Energie gern zurückholen, manchmal gilt es hier Maß zu halten, ich spreche aus Erfahrung.

Abwehrkräfte:

Regelmäßiges Wandern zu jeder Jahreszeit macht dich widerstandsfähiger und schützt dich somit vor diversen Krankheitskeimen, die gerade in der Herbst- und Winterzeit auf uns lauern.

Kurz und knapp Wandern macht Spaß und bringt dich nach vorn. Raus aus dem Sessel, rein in die Natur.

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Wandern – Was ist das eigentlich?

Foto: © Thomas Söllner

 

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