Wandern bei Hitze – 5 Tipps

Wandern bei Hitze – 5 Tipps

Wandern an besonders warmen Tagen in heißen Regionen

Der Sommer 2018 bringt uns seit April stabile Hochdrucklagen, was einige mögen und andere weniger. Wie dem auch sei, bei Wanderern, Bergsteigern und anderen Natursportlern sind diese hervorragenden Wetterbedingungen in fast ganz Europa ein großer Spaß, um in der Natur unterwegs zu sein. Es wandert bei diesen Temperaturen auch die Gefahr mit, die Hitze, die den Körper enorm belastet und sogar ein Gesundheitsrisiko mit sich bringen kann.

Die größte Gefahr durch Hitze ist die Erschöpfung. Durch die teils ungewohnte Hitze kann der menschliche Körper in derartigen Situationen einen Sonnenstich oder einen Hitzschlag erleiden.

Diese Probleme entstehen, wenn man mehr Flüssigkeit verbraucht als man aufnimmt. Eigentlich ist die Rechnung ganz leicht, wenn man zu wenig trinkt, dehydriert der Körper und es kommt zu mehreren Symptomen – leichte Auswirkungen sind Kopfschmerzen und Schwindel, was unangenehm ist, weiter darüber hinaus treten schwerere Symptome, wie Atemnot oder Bewusstseinseintrübungen auf.

Reagiert man nicht auf diese Anzeichen, die der Körper sendet kann die Situation lebensbedrohlich werden. Gerade in den Alpen und anderen Hochgebirgen ist absolute Trittsicherheit und Schwindelfreiheit gefragt, sind die beiden wichtigsten körperlichen Eigenschaften in derartigen Situationen eingeschränkt, kann es ungemütlich werden. Bereits im Mai oder Juni können erste Hitzewellen über das Land nach Nordeuropa ziehen, wie im Sommer 2018.

Damit du gut vorbereitet bist, gibt dir der Wanderkurier – 5 sichere Tipps mit auf den Weg

Wandern bei Hitze – 5 Tipps

1 – Plane gut und hole dir Sicherheit

Grundsätzlich empfiehlt sich im Sommer ein früher Start zur geplanten Wanderung: Früh morgens ist es noch angenehm kühl, meistens hält sich diese Situation bis in die späten Vormittagsstunden, die Nacht wirkt bis dahin noch nach. Deine Wandertour wird dadurch wesentlich angenehmer. Wenn viel Sonne vorhergesagt wird, lohnt es sich bei Anstiegen nord- und westseitig auszuweichen, diese Seiten liegen gut im Schatten und sind entspannter zu begehen.

Der anstrengendste Teil der Wanderung sollte bestenfalls vor der großen Mittagshitze (bis 14 Uhr) hinter einem liegen, so spart man Kräfte und ist nicht durchgehend der Sonne ausgeliefert. Bei langen Wandertouren ist es ratsam die Mittagszeit zum Pausieren zu nutzen.

Wandern - In der Bewegung liegt die Kraft

2 – Wetter beobachten – sei gut vorbereitet

Gerade der Frühsommer bringt gerne Wärmegewitter mit sich, was jedoch nicht als Faustregel angesehen werden soll, gerade in den letzten Jahren hat sich wettertechnisch vieles verändert. Diese grundsätzlichen Erfahrungen sind ein Grund für einen zeitigen Start am frühen Morgen. Der Wetterumschwung in den Bergen ist teilweise sehr lokal und sehr schnell, hier kann man gern auch mal überrascht werden. Eigne Dir Wissen an, um wichtige Verhaltensregeln bei Gewitter zu praktizieren; gerade für längere Touren sind auch Notabstiege bei der Planung zu bedenken.

3 – Bekleidung anpassen – man kann sich gegen Wetter anziehen

Unser Körper hat bei Hitze eine eigene „Klimaanlage“ er fängt an zu schwitzen und reguliert die Körpertemperatur. Du kannst jedoch auch mit spezieller Wanderkleidung Deinen Kreislauf entlasten, hier gilt es in den Fachhandel zu gehen je nach Wandersituation und Wanderregion Kleidung zur Unterstützung zu wählen.

Hier kommt oft der persönliche Geschmack mit ins Spiel und beeinflusst teilweise die Wahl der Wanderkleidung, Synthetik oder Naturmaterial ist nicht nur eine Geschmacksfrage, sondern auch eine Frage der Herstellung, gerade bei Synthetik-Artikeln sollte man ein natürliches Produkt gegenüber stellen auch der Natur zuliebe – grundsätzlich ist es wichtig, dass die Bekleidung funktional ist und z. B. Feuchtigkeit ableitet und Temperaturunterschiede ausgleicht bzw. kühlend wirken kann.

Wanderkurier-Tipp: Denke an ein Wechselshirt, für die Gipfelpause gerade an heißen Tagen einen mobilen Sonnenschutz einpacken. Wandern bei Hitze – 5 Tipps.

Südtirol Dolomiten

4 – Sonnenschutz verwenden – nach der Hitze kommt der Sonnenbrand

In den Gebirgen sind Wanderinnen und Wanderer – mit zunehmender Höhe – der Sonneneinstrahlung besonders stark ausgesetzt. Denke an einen ausreichenden Sonnenschutz, creme dich vor der Tour ein, so dass der Sonnenschutz wirken kann, während der Wanderung hin und wieder den Sonnenschutz auffrischen. Alternativ kann man leichte Kleidung mit langen Ärmeln bzw. Hosenbeinen tragen. Eine Sonnenbrille und eine Kopfbedeckung gehören zur Grundausstattung.

5 – Trinken, trinken, trinken – nicht dehydrieren

Das Trinken ist das Wichtigste, gerade an heißen Tagen. Verspürst Du Durst, hast Du schon zu lange gewartet. Optimal ist es vorzusorgen und es gar nicht erst bis zum Durst kommen zu lassen. Zum Frühstück kannst Du gern verteilt schon einen guten Liter Wasser zu Dir nehmen, alternativ auch Tee oder isotonische Getränke. Über die Wanderung verteilt dann immer wieder kleine Mengen einnehmen. Zum Nachfüllen achte auf Naturquellen oder kehre in Gaststätten ein, um Wasser nachzufüllen.

Wanderkurier-Tipp: mit einer Trinkblase bzw. einem Schlauchsystem ist es sehr komfortabel und einfach, immer wieder mal einen Schluck zu nehmen. Trinkflaschen sind ebenfalls gute Helfer für ausreichend Pausen.

Spätestens dann, wenn eine Hitzewelle, wie im Sommer 2018 alles Leben beeinflusst, sollte man besonders anstrengende und lange Wanderungen häufiger unterbrechen oder sie einfach mal ganz sein lassen und zu einem späteren Zeitpunkt nachholen.

Habe Spaß bei Deiner Wanderung und erinnere Dich nicht zu spät an unsere gut gemeinten Wandertipps. Nutze die Wandern bei Hitze – 5 Tipps.

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