Keineswegs verpeilt Bergwandern auf die Verpeilspitze im Pitztal

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Verpeilt auf die Verpeilspitze in den Pitztaler Alpen?

Nach der schönen und intensiven alpine Wanderung über den Cottbuser Höhenweg folgte der fast gekonnte Aufstieg zur Verpeilspitze im Pitztaler Hochgebirge.

Bergwandern im Pitztaler-Hochgebirge

Bergwandern im Pitztaler Hochgebirge

Bergwandern im Pitztaler Hochgebirge. Start am Rifflsee über den Cottbuser Höhenweg zur Kaunergrathütte.

Ist man wirklich verpeilt oder planlos, wenn man hoch hinaus auf einen Gipfel steigen möchte? Die Frage konnte mir nur die Natur in Form der Verpeilspitze beantworten und so war es dann auch, starten wir am Anfang der spannenden Wandergeschichte in den Pitztaler Alpen. Schon bei der Anreise ins Pitztal mit der Bahn stieg Meter für Meter die innere Freude auf das Hochgebirge und die dazu vermehrten Glücksmomente, die bei der bloßen Betrachtung der Alpen ausgeschüttet werden. Bereits in Deutschland kurz vor der Grenze zu Österreich bauen sich die Alpen zusehend auf und man fühlt, wie der Puls aus Vorfreude auf die geplante alpine Bergwanderung in einen angenehmen ruhigen Takt gelangt.

Das Pitztal liegt in Nordtirol genauer gesagt, im Süden von Nordtirol. Das Tal ist eingefasst von den wunderbaren und mächtigen österreichischen Alpen, die viele Wanderabenteuer versprechen und auch halten. Die lange Anreise aus Norddeutschland wird mit dem besten Fernsehen belohnt, welches von der Natur geboten wird die Nase klebt mit Einfahrt in die Alpenregion praktisch ausschließlich am Zugfenster und die Natur wirkt.

Bergwandern im Pitztaler Hochgebirge

Rifflsee auf 2.232 Meter zu erreichen mit der Rifflseebahn ab Mandarfen.

Wow, hier finde ich genau das, was ich suche, alpine Wanderwege, die von Berghütte zu Berghütte leiten oder eine reichhaltige Auswahl an Tagestouren, es ist für jeden etwas dabei. Unser Ziel war klar, wir wollten schnurstracks über den Cottbuser Höhenweg zur Kaunergrathütte, um am darauffolgenden Tag die Verpeilspitze erklimmen.

Das Abenteuer konnte also beginnen, Check-In im 4-Sterne Haus Kirchenwirt in Plangeross St. Leonhard im Pitztal. Das 4-Sterne Haus, welches familiengeführt ist, hieß uns willkommen mit der Herzlichkeit, die man sich wünscht, um entspannt eine gute Zeit zu haben.

Nachdem das Haus etwas erkundet und die Gegend visuell eingeatmet wurde, kredenzten wir mit der Gruppe das reichhaltige Buffet und einige regionale flüssige Leckereien am Abend mit der zeitgleichen Planung für die kommenden zwei Tage in den Pitztaler Alpen. Auf dem Zettel stand eine Wanderung auf dem Cottbuser Höhenweg mit Nächtigung auf der Kaunergrathütte, welche auf 2.817m ohne Zufahrtsweg und Materialseilbahn, viele Wanderinnen und Wanderer willkommen heißt. Der Kick für einen Teil unserer Gruppe sollte jedoch der Aufstieg zur Verpeilspitze sein, die mächtig mit 3.425 Metern nicht wirklich verpeilt einen bleibenden Eindruck bei allen Teilnehmern hinterlassen hat, so viel sei an dieser Stelle verraten, der Klettersteig hat die Schwierigkeitsstufe 2+, Klettergurt und Helm sind Pflichtprogramm.

Nach dem letzten Schlummertrunk ging es wohlbehütet in die Waagerechte, um sich mit voller Vorfreude auf den kommenden Tag schlafen zu legen. Gute Nacht Plangeross, gute Nacht Pitztal.

Tag  1: Gute 4 Stunden per pedes zur Berghütte – via Mandarfen – Rifflseebahn – Cottbuser Höhenweg – Kaunergrathütte

Am Morgen vor der Wanderung zur Kaunergrathütte erfassten meine noch nicht ganz frischen Augen, die ersten Sonnenstrahlen – Wanderherz was begehrst du mehr? Also nichts wie raus aus den warmen Federn und rein in die Wanderkleidung – noch ein sattes Frühstück eingenommen, so konnte es losgehen. Auf dem Weg von Plangeross nach Mandarfen, von wo wir mit der Rifflseebahn hoch zum Rifflsee auf 2.232 Meter fuhren, wurde mir bewusst, in welch schöner Region ich in den kommenden 2 Tagen unterwegs sein durfte.

Hey man glaubt es kaum, aber hier oben kann man mit einem Floß über den 27ha großen Bergsee fahren für einen Tagesausflug aus dem Tal eine schöne Familienunternehmung. Unser Weg führte jedoch rechts am See vorbei hoch zur Hütte, die auf 2.817m auf uns wartete. Die Wanderstiefel mit hohem Schafft, waren die genau richtige Wahl für diese gut 7 Km lange Wanderung auf dem Cottbuser Höhenweg.  Tipp: Wenn Du magst, kannst Du auch von Plangeross aus hoch zur Kaunergrathütte zu Fuß gehen und so Deine Wanderung starten.

Bergwandern im Pitztaler Hochgebirge

Hier beginnt der Wanderspaß auf dem Cottbuser Höhenweg.

 

Wow, dieser Ausblick lässt einen nicht los.

 

Bergwandern im Pitztaler Hochgebirge

Sicherung mit Alfred Dworak von der Bergführervereinigung Pitztal.

 

Bergwandern im Pitztaler Hochgebirge

Glückliche Menschen auf der Kletterpassage – Cottbuser Höhenweg.

Bergwandern im Pitztaler Hochgebirge

Der Weg ist wunderbar abwechslungsreich, die Natur brachte uns frischen Schnee, sodass die Bilder auf der Wanderung immer schöner wurden. Wie grundsätzlich in den Alpen sollte man eine solide Basis an Trittsicherheit und Schwindelfreiheit mitbringen. Du solltest darauf vorbereitet sein eine kleine Kletterpassage auf dem Cottbuser Höhenweg zu nehmen, die Schwierigkeitsstufe ist sehr gering, vielleicht hast du einen Klettergurt dabei, um Sicherheit zu gewinnen. Nach gut 4,5 Std. Gehzeit erreichten wir gefordert und glücklich die Kaunergrathütte, um dort entspannt den gemeinsamen Abend bei leckerem Essen und einigen Berggetränken einzuläuten.

Folgend noch die blanken Zahlen, die du nach Ankunft an der Hütte in deinen Beinen spürst.

863 hm im Anstieg, 340 hm im Abstieg, 7,4 km, ca. 4,5 h Wanderzeit.

Gute Nacht Verpeilspitze!

Bergwandern im Pitztaler Hochgebirge

Weitblick – Bergwanderung und einfach mal genießen.

 

Bergwandern im Pitztaler Hochgebirge

Endspurt zur Kaunergrathütte auf 2.817m.

 

Bergwandern im Pitztaler Hochgebirge

Vollmond in den Alpen. Blick von der Kaunergrathütte.

Tag 2: Die Erkenntnis – Kaunergrathütte – (Verpeilspitze) – Plangeross

Nachdem um 6:00 Uhr ein sanftes Rascheln, die Mitbewohner im Bettenlager weckte und alle in Bewegung kamen, waren alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer voller Vorfreude, die Verpeilspitze zu nehmen. Mit einem leichten Frühstück in der Berghütte, wanderten wir gute 60 Minuten weiter in die Höhe, um in ca. 3.200 Meter Höhe einen kurzen Stopp zu machen, wer bis hier her den Klettergurt noch nicht angelegt hatte und den Helm gut sitzend auf seinem Kopf positionierte, war nun aufgefordert dies nachzuholen. Ab hier begann die Phase des Kletterns und die Erkenntnis für mich nicht weiterzugehen, da mein rechtes Knie schmerzte und es zu sorglos gewesen wäre, hier weiterzumachen. Damit du gut vorbereitet bist, die Schwierigkeitsstufe dieses Steigs wird mit 2+ angegeben.

Bergwandern im Pitztaler Hochgebirge

Hoch hinaus zur Verpeilspitze.

 

Bergwandern im Pitztaler Hochgebirge

Hier wird es Zeit den Klettergurt anzulegen und den Helm zu richten.

 

Bergwandern im Pitztaler Hochgebirge

Frischer Schnee im August auf ca. 3.100m – über Schneefelder zum Klettersteig.

 

Bergwandern im Pitztaler Hochgebirge

Diese Passage ist unwegsam über Steine und Geröll.

Die Gruppe ging hoch und ich wanderte mit dem Bergwanderführer Wolfgang Schranz zurück zur Kaunergrathütte, um von dort aus den weiteren Tag und die Wanderung nach Plangeross vorzubereiten. Zurück ging es schnurstracks runter ins Tal, wir ließen 1.210 Höhenmeter auf 6,2 Kilometer hinter uns und erkundeten die Gebirgslandschaft, welche sich ständig änderte, je näher man dem Tal kam, einfach wunderbar zum Wandern.

Nach gut 5 Stunden Wanderung und vielen neuen Impressionen aus dem Pitztal, war es soweit die Vorzüge des Kirchenwirtes in Anspruch zu nehmen, die Wellnesseinheit nach der Wanderung war eine Wonne, die beanspruchten Wanderbeine erholten sich rasch in der Hotel-Sauna.

Bergwandern im Pitztaler Hochgebirge

Abstieg nach Plangeross bei Kaiserwetter.

 

Bergwandern im Pitztaler Hochgebirge

Entlang am entstehenden Wasserfall ins Tal wandern.

Klettertipps rundum die Kaunergrathütte

Von der Hütte auf 2.817m Höhe findest du einige Gipfelbesteigungen vor, die du erklimmen kannst. Zum Beispiel auf Plangeroßkopf 3.053 m Dauer: ca. 1 h oder auf die Verpeilspitze 3.425 m Dauer: ca. 3 h. Wanderungen zur Rifflseehütte 2.293 m oder die Verpeilhütte 2.025 m sind beide in ca. 3 Stunden zu erreichen. Ein toller Tipp ist der abwechslungsreiche Klettergarten direkt neben der Kaunergrathütte, hierzu kontaktierst du am besten die Familie Dobler, die auch passendes Equipment für diese Unternehmung zur Leihe bereitstellen.

Unser Tipp für die Wanderung oder eben die Kletterpartie

Wenn du als Anfänger den Klettersteig bzw. die Wanderung zur Berghütte unternehmen möchtest, empfehlen wir Kontakt zur Bergsteigervereinigung Pitztal aufzunehmen, gerade für den Klettersteig ist es schon wichtig jemanden an der Seite zu haben der mit viel Erfahrung, die Wanderung oder Kletterpartie begleitet und wertvolle Tipps geben kann. Auch individuelle Touren für erfahrene Bergfreunde sind planbar.

In diesem Sinne wünscht der Wanderkurier viel Spaß im Pitztal.

Interview mit Alfred Dworak Bergführervereinigung Pitztal

Interview mit Nina und Markus Schütz – 4 Sterne Hotel Kirchenwirt Plangeross

Interview mit Michael Dobler – Wirt Kaunergrathütte

 

 

 

 

 

 

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1 Antwort

  1. September 10, 2018

    […] Vom Kirchenwirt in Plangeross lassen sich spannende und interessante Tageswanderung auf die anliegenden Almen und Berghütten unternehmen, Informationen hierzu findest du im Hotel. Ich unternahm zum Beispiel eine Wanderung zur Kaunergrathütte. […]

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