Alpine Peace Crossing

Am 30. Juni machen sich Wanderinnen und Wanderer aus Österreich, Israel und Nachkriegs-Exilländern zum wiederholten Malezu Fuß auf den Weg vom Pinzgau über den Krimmler Tauern nach Südtirol. Sie wandern entlang der Fluchtroute, die im Jahr 1946/47 tausende Juden nahmen, um nach Palästina zu gelangen. Alpine Peace Crossing heißt dieses Event, welches eine beachtliche Geschichte inne hat.

Gemeinsam wandern, um an eine Zeit zu erinnern, in der Europa von Vertreibung und Flucht geprägt waren – ein unschönes Thema, das auch im 21. Jahrhundert äußerst aktuell ist und im Bewusstsein aller Menschen beibehalten bleiben sollte: Das ist das Ziel des Salzburger Vereins Alpine Peace Crossing. Seit dem Jahr 2007 wird alljährlich zu Fuß, die österreichisch-italienische Grenze am Krimmler Tauern überquert, um einen in Vergessenheit geratenen Exodus in Erinnerung zu rufen: Den von 100.000 heimatlos gewordenen Juden aus Osteuropa, die 1946/47 durch Österreich an die Mittelmeerküste nach Palästina gelangen wollten. Da sie nicht legal über die Grenze nach Italien reisen durften, nahmen 5.000 von ihnen den äußerst beschwerlichen und gefährlichen Weg über den Krimmler Tauern nach Südtirol.

Am Tag vor der Friedenswanderung eröffnet Bürgermeister Erich Czerny jedes Jahr den Krimmler Friedensdialog (29.06.18) mit anerkannten Persönlichkeiten aus Literatur, Wissenschaft und Zivilgesellschaft. Im vergangenen Jahr waren etwa Bundespräsident Alexander Van der Bellen und der Schriftsteller Ilja Trojanow zu Gast.

Alpine Peace Crossing

Alpine Peace Crossing (30.06.18)
Start der Wanderung um 07.00 Uhr beim Krimmler Tauernhaus (1631 m) über die Passhöhe des Krimmler Tauern (2.634 m) nach Kasern in Südtirol (1.582 m). Die Gesamtlänge beträgt 18,4 km, 1.003 Höhenmeter hinauf und 1.052 Höhenmeter hinunter, . Von Kasern fährt am Samstagabend ein Bus zurück nach Krimml – Wer daran tielnhemen möchte, bezahlt pro Person den Preis von 60 Euro inkl. Transfers/ohne Nächtigung
Anmeldung unter www.alpinepeacecrossing.org

Theaterwanderung: „Geschlossene Grenzen – Gefährliche Flucht“

Wandern einmal anders – Schritt für Schritt in Richtung Frieden: Begleitend zum Alpine Peace Crossing inszeniert das Ensemble Teatro Caprile die Geschehnisse von 1947 an Originalschauplätzen unter dem Titel „Geschlossene Grenzen – Gefährliche Flucht“. An drei Terminen wandern die Zuschauer gemeinsam mit den Akteuren von Krimml entlang des alten Krimmler Wasserfallwegs zur Windbachalm. Teilstrecken werden mit Kleinbussen zurückgelegt. An historischen Punkten stellen professionelle Schauspieler in intellektuell wie emotional aufwühlenden Szenen die Flucht von 5.000 jüdischen Flüchtlingen über den Krimmler Tauern nach. Vergangenheit und Gegenwart verschmelzen von Szene zu Szene zu einer Collage, die vom Spiel zur Wirklichkeit führt und die Zuseher immer mehr in das Geschehen hineinzieht. Wandern mit Kunst und Kultur, erleben durch Aktion.

Alpine Peace Crossing

Theaterwanderung „Geschlossene Grenzen – gefährlich Flucht“
Termine: 28.06., 29.06., 01.07.2018
Treffpunkt: 8.45 Uhr Tourismusbüro Krimml, Start:  9 Uhr beim Musikpavillon
Tickets: 35 Euro pro Teilnehmer | Gruppen ab 10 Personen: 30 Euro pro Teilnehmer | Jugendliche und Schülergruppen bis 18 Jahre: 25 Euro
Inklusive: Pauschale für Theater und Taxitransfers berg- und talwärts
Wanderung: 600 Höhenmeter, Teilnahme gegen Voranmeldung und auf eigene Gefahr, Hunde nicht erlaubt!
Zu beachten, die Veranstaltungen finden bei jedem Wetter statt! Verkürzte Wanderungen und Szenen in trockenen Ausweichquartieren sind vorbereitet. Grundkondition und Trittsicherheit werden vorausgesetzt, festes Schuhwerk, Regenbekleidung, Sonnenschutz und Trinkwasser nicht vergessen! Denken Sie daran, Kunst und Kultur bereichert uns Menschen bringt Gedanken auf eine Ebene der wertvollen Kommunikation.

Alpine Peace Crossing

 
WinterSale_2018_728x90

Das könnte Dich auch interessieren...

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.